© Foto: Wolfgang Brandes – Freudenthal-Gesellschaft

Freudenthal-Preis 2025 geht an Birgit Lemmermann – Auszeichnung für Wilko Lücht

Foto: Wolfgang Brandes – Freudenthal-Gesellschaft (Auf dem Foto stehen die Jury-Mitglieder Dr. Ulrike Möller, Robert Langhanke M.A., und Dr. Gerrit Appenzeller mit Karin Thorey, der Vorsitzenden der Freudenthal-Gesellschaft im Hintergrund, vor dem Eingang der Niederdeutschen Bibliothek.)

Die Freudenthal-Gesellschaft hat dieses Jahr zum 67. Mal ihren Literaturpreis für unveröffentlichte niederdeutsche Texte vergeben. Aus 24 anonym eingereichten Beiträgen ernannte die Jury am 23. August in der Niederdeutschen Bibliothek in Hamburg die Gewinner*innen des Freudenthal-Preises sowie der Freudenthal-Auszeichnung.

Den mit 2.500 Euro dotierten Freudenthal-Preis erhielt die Autorin Birgit Lemmermann aus Ahlerstedt für ihre Prosasammlung „Wat Ji nich mehr to sehn kriegt“. Die 16 kurzen Texte – „lütten Notizen ut en Achterklapp“ – überzeugten durch sprachliches Geschick und eine kunstvolle Komposition der Texte, welche die Lesenden in die Schubladen eines Lebens schauen lässt. Lemmermann wurde bereits 2012 und 2020 ausgezeichnet. Mit ihrem Votum unterstreicht die Jury, dass Birgit Lemmermann eine der wichtigsten niederdeutschen Dichterinnen unserer Zeit ist.

Mit der Freudenthal-Auszeichnung (500 Euro) wurde Dr. Wilko Lücht aus Oldenburg für seinen elfteiligen Gedichtszyklus „huus in’t holt“ geehrt. Für die Jury eröffnete das gewählte Bild vom Haus im Wald Perspektiven auf die Kräfte der Natur und ihre gegenwärtige Gefährdung. Die in ostfriesischem Platt verfassten Texte schöpfen dabei anspielungsreich aus der griechischen Mythologie. Lücht erhält die Auszeichnung nach 2016 bereits zum zweiten Mal.

Die Preisverleihung findet am 27. September 2025 um 15 Uhr auf dem Theeshof in Schneverdingen statt. Gäste sind herzlich willkommen.