Wer sich am Hamburger Hafen umschaut, wird bald plattdeutsche Begriffe und Inschriften bemerken, etwa im Namen der Hamburger Werft Blohm und Voss (Blume und Fuchs) oder am Uhrenturm der Landungsbrücken („Wohr di, wenn de blanke Hans kümmt“). Auch die Geschichte des Hafens ist durch das Plattdeutsche geprägt. Allerdings können immer weniger Schülerinnen und Schüler Platt. Ihnen plattdeutsche Begriffe und das plattdeutsche Erbe Hamburgs näherzubringen, ist Ziel der Rallye „An de Waterkant lang“. Sie richtet sich sowohl an Schulklassen aus Hamburg als auch an solche, die der Hansestadt einen Besuch abstatten.
Von den Landungsbrücken ausgehend führt die Route am Nordrand des Hafens bis zum Nikolaifleet in der Hamburger Altstadt. Auf dem Weg lösen die Schülerinnen und Schüler zahlreiche unterschiedliche Aufgaben und lernen dabei viel über die Geschichte Hamburgs und das Plattdeutsche. Sie richtet sich somit dezidiert auch an Schülerinnen und Schüler, die kein Platt können, um auch ihnen die zahlreichen plattdeutschen Bezüge im Hamburger Hafen und die Sprache selbst nahezubringen.
Entwickelt wurde die Rallye von Thorsten Börnsen vom Länderzentrum für Niederdeutsch, beraten von Anke Hoyer von der Landesschulbehörde Hamburg.
