Mit der Ausstellung „Platt is bunt!“ präsentiert das Länderzentrum für Niederdeutsch eine Annäherung an die Regionalsprache Plattdeutsch durch die Augen junger Menschen. Rechtzeitig zum Plattdeutschtag am 18. April können Besucher*innen vom 15. April bis zum 4. Mai in der Hamburger Zentralbibliothek ins sprühende plattdeutsche Leben eintauchen.
Die Ausstellung geht dabei u.a. den Fragen nach, wie sich die Sprache durch Auswanderung in der Welt verbreitete, welche Verwandtschaft zwischen Plattdeutsch, dem Englischen und den skandinavischen Sprachen besteht und welche Rolle das Niederdeutsche in der Hansezeit als Lingua franca für Nordeuropa spielte. Dabei nimmt sie ihre Themen in Form von Infografiken und Comics in den Blick und ermöglicht so einen niedrigschwelligen Zugang. Dieser Teil der Ausstellung wird mit Cartoons und Infografiken dargestellt, die im Rahmen des Projekts „Jugend verkloort Platt“ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus ganz Norddeutschland entwickelt wurden.
Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Inhalte: Über QR-Codes können Besucher*innen Kurzfilme mit Interviews abrufen, die zusätzliche Einblicke in verschiedene Aspekte des Plattdeutschen geben. Gesprächspartner sind u. a. Moderator, Entertainer und Sänger Yared Dibaba, der sehr persönliche Einblicke in sein Verhältnis zur Sprache gewährt. Die NDR-Moderatorin Vanessa Kossen spricht über ihre Motivation, die Sprache auch im beruflichen Kontext zu verwenden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf interaktiven Elementen wie Quiz und Spielen, die zum Mitmachen einladen. Hier können Interessierte ihre Plattdeutschkenntnisse testen und erweitern. Für Kinder gibt es Reim- und Rätselhefte zum Ausmalen. So entsteht ein niedrigschwelliger Zugang, der sowohl zum Lernen als auch zum Entdecken motiviert.
Mit der Ausstellung „Platt is bunt!“ verbindet das Länderzentrum fundierte Inhalte und interaktive Angebote, um das Plattdeutsche einer breiten Altersspanne zugänglich und erlebbar zu machen. Am Hamburger Plattdeutschtag am 18. April ist das Länderzentrum zudem für mögliche Rückfragen zur Ausstellung in der Zentralbibliothek vor Ort.
